LUCAS – Internationales Festival für junge Filmfans
#49 vom 24. September bis 1. Oktober 2026

Licht aus und Film ab bei LUCAS #49: Vom 24. September bis 1. Oktober 2026 prä­sen­tiert Deutschlands ältes­tes Filmfestival für jun­ges Publikum preis­ver­däch­ti­ge Filmkunst für alle von drei Jahren bis 18plus. Familien und Filmfans aller Altersgruppen erwar­ten her­aus­ra­gen­de Kinoerlebnisse in Frankfurt, Wiesbaden, Offenbach und Bad Homburg.

Herzstück von LUCAS sind die Wettbewerbe in den Sektionen »Kids«, »Teens« und »Youngsters«. Ergänzend zeigt das Festival neben Kurzfilmen für die Allerjüngsten zahl­rei­che wei­te­re, teils von Kindern und Jugendlichen gestal­te­te Programme. Während der Festivalwoche liegt ein beson­de­rer Fokus auf den Filmgesprächen, in denen Filmschaffende aus aller Welt mit dem Publikum in Dialog treten.

Partizipation heißt bei LUCAS »Mitmischen!«: Als Moderator*innen, Jurymitglieder oder Filmkritiker*innen, als Festivalreporter*innen oder Kurator*innen wer­den jun­ge Menschen in viel­fäl­ti­ger Hinsicht zum Mitgestalten des Festivalgeschehens eingeladen.

Für Vertreter*innen der Filmbranche fin­den Paneldiskussionen statt, die sich mit Themen der Filmbildung und aktu­el­len Tendenzen der Kinder- und Jugendfilmproduktion auseinandersetzen.

LUCAS – Internationales Festival für jun­ge Filmfans wird vom DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum e.V. veranstaltet.

Banner: Journal Frankfurt
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Wettbewerbe und Preise

Wettbewerbe

In den Wettbewerben der Sektionen »Kids«, »Teens« und »Youngsters« prä­sen­tiert LUCAS eine Auswahl her­aus­ra­gen­der inter­na­tio­na­ler Spiel‑, Dokumentar‑, Animations- und Experimentalfilme. 2026 gehen ins­ge­samt 19 Langfilmbeiträge sowie 21 Kurzfilmbeiträge ins Rennen um die begehr­ten LUCAS-Preise.

Die Langfilme haben eine Spieldauer von mehr als 59 Minuten und sind noch nicht in deut­schen Kinos ange­lau­fen. Eine Auswahlkommission ist auf Festivals und Branchentreffen unter­wegs, um aus den stärks­ten aktu­el­len Produktionen welt­weit Wettbewerbsbeiträge für die Sektionen »Kids«, »Teens« und »Youngsters« zu wäh­len. Nicht Premierenstatus, son­dern ein­zig Qualität entscheidet!

Mit sei­nem Kurzfilmwettbewerb hat sich LUCAS in den ver­gan­ge­nen Jahren ein beson­de­res Renommee erwor­ben. Aus den bes­ten inter­na­tio­na­len Einreichungen bis 30 Minuten Spieldauer stellt eine Auswahlkommission meh­re­re Wettbewerbsprogramme für die Sektionen »Kids« und »Teens« zusam­men, vie­le davon Deutschlandpremieren.

Preise

Wettbewerb »Kids«

  • Preis für den bes­ten Langfilm (5.000 €) gestif­tet von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen
  • Preis für den bes­ten Kurzfilm (2.000 €) gestif­tet von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen

Wettbewerb »Teens«

  • Preis für den bes­ten Langfilm (5.000 €)
  • Preis für den bes­ten Kurzfilm (2.000 €)
  • Preis für eine außer­ge­wöhn­li­che cine­as­ti­sche Leistung (2.000 €) gestif­tet vom Patrons Circle des DFF

Wettbewerb »Youngsters«

  • LUCAS »Youngsters« Award (5.000 €) 

Alle Wettbewerbssektionen

  • ECFA-Award 
  • Bridging the Borders Award 
  • Publikumspreis
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Filmeinreichung

Aktueller Status

Für die Wettbewerbe der 49. Ausgabe von LUCAS im Herbst 2026 kön­nen bis zum 27. April 2026 Kurzfilme ein­ge­reicht werden.
Bitte beach­ten Sie die unten­ste­hen­den Informationen zur Einreichung.

Kurzfilme für die Wettbewerbe »Kids« und »Teens«

LUCAS akzep­tiert Einreichungen für Kurzfilme mit einer maxi­ma­len Länge von 30 Minuten. Der ein­ge­reich­te Beitrag soll­te mög­lichst sei­ne Deutschlandpremiere bei LUCAS feiern.

Die Einreichung erfolgt über FilmFreeway. Bitte lesen Sie die dort ange­ge­be­nen Teilnahmebedingungen für Kurzfilme sowie die Formulare für die Einreichung sorg­fäl­tig durch.

Langfilme für die Wettbewerbe »Kids«, »Teens« und »Youngsters«

In sei­nen inter­na­tio­na­len Langfilmwettbewerben »Kids«, »Teens« und »Youngsters« prä­sen­tiert LUCAS her­aus­ra­gen­des, pro­fes­sio­nel­les Filmschaffen, das von einer Auswahlkommission gescou­tet und kura­tiert wird.

Langfilme mit einer Länge von min­des­tens 60 Minuten kön­nen nur auf Anfrage ein­ge­reicht wer­den. Initiativbewerbungen wer­den nur in Ausnahmefällen akzeptiert.

Die Filme dür­fen noch kei­nen deut­schen Kinostart gehabt haben, kön­nen jedoch bereits ver­ein­zelt auf Festivals in Deutschland gezeigt wor­den sein.

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Auswahlkommission 2026

Um LUCAS noch bes­ser zu ver­net­zen und um den leb­haf­ten Austausch über das Programm zu ver­stär­ken, hat das Festival jeweils eine Auswahlkommission für Lang- und für Kurzfilme beru­fen, die die Filme sich­tet und für die Wettbewerbe »Kids«, »Teens« und »Youngsters« aus­wählt. Neben Julia Fleißig, der Festivalleiterin von LUCAS, set­zen sich die Kommissionen aus fünf wei­te­ren aus­ge­wie­se­nen Filmexpert*innen zusammen.

Auswahlkommission Langfilm
Kirsten Taylor

Kirsten Taylor
Redakteurin, Filmvermittlerin und Autorin

Kirsten Taylor ist Redakteurin beim Filmbildungsportal kinofenster.de und freie Filmvermittlerin, unter ande­rem für das Projekt „Filmklassiker sehen – Filme ver­ste­hen“, das von der Deutschen Filmakademie initi­iert wur­de, sowie für die SchulKinoWochen. Daneben schreibt sie Filmkritiken und erstellt Filmgutachten. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt im Bereich Kinder- und Jugendfilm.

Stefan Stiletto

Stefan Stiletto
Filmpädagoge und Filmjournalist

Stefan Stiletto ist selbst­stän­di­ger Filmpädagoge, Filmjournalist und Redakteur. Er kon­zi­piert und erstellt film­päd­ago­gi­sche Begleitmaterialien, schreibt unter ande­rem für den Filmdienst, die Kinderfilmwelt, das Kinder- und Jugend-Filmportal und Kinofenster.de und lei­tet Fortbildungen für Multiplikator*innen sowie Workshops für Kinder und Jugendliche zu Filmbildungsthemen aller Art.

rochus-wolff_credit_Katrin-Doerksen

Rochus Wolff
Filmkritiker, Autor und Dozent

Rochus Wolff ist frei­er Filmkritiker und Autor; er publi­ziert u.a. bei Kino-Zeit, in Filmdienst, Kinderfilmwelt, auf dem Kinder- und Jugendfilmportal sowie in sei­nem Blog kinderfilmblog.de. Mit „33 bes­te Kinderfilme“ und „100 Kinderfilme für alle Tage“ hat er bereits zwei Bücher über Kinderfilme ver­öf­fent­licht. Er gibt dar­über hin­aus Workshops zu Kinderfilmen und zu Filmkritik.

Auswahlkommission Kurzfilm
Holger Twele

Holger Twele
Journalist und Filmvermittler

Holger Twele ist frei­be­ruf­li­cher Filmjournalist und Filmpädagoge und seit vie­len Jahren u.a. für den Bundesverband Jugend und Film, das Deutsche Kinder- und Jugendfilmzentrum und die Bundeszentrale für poli­ti­sche Bildung tätig.

Dr. Ursula Vossen

Dr. Ursula Vossen
Produzentin und Autorin / HessenInvestFilm

Dr. Ursula Vossen hat lang­jäh­ri­ge Erfahrung als Producerin für Fernsehen und Film sowie in der Filmförderung. Sie ist Autorin zahl­rei­cher film­wis­sen­schaft­li­cher Fachbücher und ‑Artikel.

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Jurys

Die Jurys der Wettbewerbe »Kids« und »Teens« sind pari­tä­tisch mit jun­gen Filmfans und Branchenprofis besetzt. Sie ent­schei­den über die Vergabe von fünf LUCAS-Preisen in den Wettbewerbssektionen »Kids« und »Teens«. Eine Jury jun­ger, euro­päi­scher Filmenthusiast*innen zeich­net einen Film der Sektion »Youngsters« mit dem LUCAS »Youngsters« Award aus.

Eine Jury der ECFA ver­gibt an ihren euro­päi­schen Kinderfilmfavoriten den ECFA Award, seit 2018 ver­leiht Cinema Without Borders einen Preis an einen Wettbewerbsfilm und über den Publikumspreis ent­schei­den die Festivalbesucher*innen.

Jury Wettbewerb »Kids«

Burak Yilmaz ©Oliver Leicht | Quelle: DFF

Burak Yilmaz (10)
Otto-Hahn-Schule, Hanau

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Burak geht am liebs­ten mit sei­ner Familie ins Kino, und das macht er zwei­mal im Monat. Der letz­te Film, der ihn dabei so rich­tig begeis­tert hat, ist MICHAEL, Antoine Fuquas Biopic über den King of Pop. Er fin­det, ein guter Film soll­te es einem ermög­li­chen, sich in die Hauptfigur hin­ein­zu­ver­set­zen, und vie­le unvor­her­seh­ba­re Wendungen haben. Dafür nimmt er auch in Kauf, dass es nicht immer ein Happy End geben kann. Er freut sich dar­auf, bei LUCAS ers­te Jury-Erfahrungen zu sammeln.

Laura Vasiljkic-Filler ©Oliver Leicht | Quelle: DFF

Laura Vasiljkic-Filler (12)
Heinrich-von-Gagern-Gymansium, Frankfurt

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Laura tanzt im Verein, spielt Padel, liest lei­den­schaft­lich und über­rascht Familie und Freundinnen gern mit Selbstgebackenem. Als gro­ßer DIE TRIBUTE VON PANEM-Fan hat sie beson­ders die Verfilmung von THE BALLAD OF SONGBIRDS AND SNAKES begeis­tert, die ihre Erwartungen nach dem Buch kom­plett erfül­len konn­te. Nach dem Abspann wird bei ihr wei­ter­dis­ku­tiert. Die beken­nen­de Optimistin wünscht sich mehr Filme über Freundschaften, die auch ohne Streit und Rivalitäten span­nend bleiben.

Mica Clara Rühle ©Oliver Leicht | Quelle: DFF

Mica Clara Rühle (11)
Musterschule, Frankfurt

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Mica liebt Filme und Serien mit schwar­zem Humor – je schrä­ger, des­to bes­ser! Als Japan- und Anime-Enthusiastin ver­sucht sie sich auch selbst am Zeichnen, auch wenn es aus ihrer Sicht nicht immer klappt. Neben einer mit­rei­ßen­den Geschichte ach­tet Mica bei einem Film beson­ders auf gute Bild- und Tonqualität. Zuhause dreht und schnei­det sie eige­ne Filme über ihren Hund. Als Schauspielerin irgend­wann vor der Kamera ste­hen? Das wäre ihr Traum!

Sigrid Klausmann | Quelle: DFF

Sigrid Klausmann (Deutschland)
Filmemacherin

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Bevor sie mit ihrem Ehemann Walter Sittler die Produktionsfirma Schneegans Productions grün­de­te, arbei­te­te Sigrid Klausmann als Sport- und Tanzlehrerin. Seit 2003 ist sie als Dokumentarfilmemacherin tätig, wobei sie vor­wie­gend die Themen von Heranwachsenden in den Fokus nimmt. Dieses Interesse führt sie auf ihre eige­ne Kindheit in einer Großfamilie zurück. Mit ihrem neu­es­ten Film GIRLS DON’T CRY, der 2025 den Bridging the Borders Award bei LUCAS erhielt, been­det Sigrid ihre Karriere als Regisseurin.

Matthias Wallraven | Quelle: DFF

Matthias Wallraven (Deutschland)
Filmvermittler und Filmemacher

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Nach sei­nem Studium der Ethnologie, Politik- und Kommunikationswissenschaften in Berlin zog es Matthias Wallraven zunächst nach Marseille, wo er Deutsch unter­rich­te­te und Kurzfilmprojekte mit Kindern und Jugendlichen rea­li­sier­te. Nach sei­ner Rückkehr folg­ten eini­ge Dokumentar- und Kurzfilmprojekte, bevor Matthias sich ganz der Arbeit beim CITY 46 / Kommunalkino Bremen e.V. ver­schrieb. Dort lei­tet er unter ande­rem die SchulKinoWoche Bremen sowie das Bremer Kinder- und Jugendfilmfest KIJUKO.

Elisabeth Wenk ©Alem Kolbus | Quelle: DFF

Elisabeth Wenk (Deutschland)
Festivalleiterin und Kulturwissenschaftlerin

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Elisabeth Wenk ist Geschäftsführerin der Deutschen Kindermedienstiftung Goldener Spatz, für die sie seit 2019 tätig ist, und Leiterin des gleich­na­mi­gen Festivals. Studiert hat sie in Jena und Leipzig. Als lei­den­schaft­li­che Filmliebhaberin setzt sie sich für qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge audio­vi­su­el­le Medien für jun­ge Zielgruppen ein. Ihr Schwerpunkt liegt dar­auf, Kindern und Jugendlichen einen viel­fäl­ti­gen und rele­van­ten Medienzugang zu ermöglichen.

Jury Wettbewerb »Teens«

Anna Diefenbach ©Oliver Leicht | Quelle: DFF

Anna Diefenbach (16)
Taunusschule, Bad Camberg

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Anna tanzt Ballett, Contemporary und Modern Dance. Auch sonst ist sie sehr aktiv, bei­spiels­wei­se wenn sie foto­gra­fiert oder sich mit ihrer Clique trifft. Im Kino kann sie sich voll­kom­men auf einen Film ein­las­sen – beson­ders wenn er sich gesell­schafts­kri­ti­schen Themen wid­met und Raum für kom­ple­xe Frauenfiguren schafft, wie DIE FABELHAFTE WELT DER AMÉLIE. Ein guter Film kann sie zugleich zum Lachen, zum Grübeln und zum Weinen bringen.

Eneas Arnegger ©Oliver Leicht | Quelle: DFF

Eneas Arnegger (14)
Gutenbergschule, Wiesbaden

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Eneas hat vie­le Hobbys: Karate, Tennis, Klavier, Yoga, Lesen, Tanzen und Singen. Seine Filmpräferenzen sind min­des­tens genau­so viel­fäl­tig. Ob Tierdokus, Fantasy oder Komödien, er ist für alles offen. Weil sei­ne Eltern in der Filmbranche arbei­ten, gehö­ren gute Filme bei ihm zum Familienprogramm. Sein Favorit bleibt aber John Landis‘ BLUES BROTHERS, den er immer wie­der anse­hen kann. Später möch­te er selbst Regie füh­ren oder schauspielern.

Kiana Jafari ©Oliver Leicht | Quelle: DFF

Kiana Jafari (15)
Wöhlerschule, Frankfurt

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Kiana spielt Geige, Klavier und malt ger­ne. Einen Film zu schau­en bedeu­tet für sie, in eine ande­re Welt ein- und danach mit einer neu­en Perspektive wie­der auf­zu­tau­chen. Der Animationsfilm SOUL erin­nert sie zum Beispiel dar­an, wor­auf es im Leben wirk­lich ankommt, und in BARBIE hat sie die femi­nis­ti­sche Botschaft begeis­tert. Ihre Lieblingsfilme blei­ben aber RomComs aus den 2000ern. Sie träumt davon, selbst ein­mal vor der Kamera zu stehen.

Jaroslava Hynštová | Quelle: DFF

Jaroslava Hynštová (Tschechien)
Programmgestalterin und Festivalmacherin

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Seit 2005 ist Jaroslava Hynštová als Filmprogrammiererin beim Zlín Film Festival tätig. Sie stu­dier­te Filmwissenschaft und Anglistik an der Palacký-Universität in Olmütz. In ihrer Heimatstadt Luhačovice ist sie Drehbuchautorin und Leiterin einer Amateurtheatergruppe. Außerdem war Jaroslava Regionalkorrespondentin der größ­ten tsche­chi­schen Zeitung und Mitglied in Jurys für Filmfestivals auf der gan­zen Welt.

Simone Fratini | Quelle: DFF

Simone Fratini (Italien)
Filmvermittler

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Nach sei­nem Studium der Erziehungswissenschaften und Filmwissenschaft in Bologna war Simone Fratini zunächst Mitglied des künst­le­ri­schen Teams des Biografilm-Festivals. Seit 2011 ist er im Bereich Filmvermittlung bei der Cineteca di Bologna tätig, wo er neue Projekte ent­wi­ckelt, Fortbildungen für Lehrkräfte durch­führt und euro­päi­sche Projekte betreut. Seit 2021 ist er vom ita­lie­ni­schen Kulturministerium aner­kann­ter Filmdozent für Schulen.

Daniel Lundquist | Quelle: DFF

Daniel Lundquist (Schweden)
Programmgestalter und Festivalmacher

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Daniel Lundquist hat bereits ganz unter­schied­li­che Projekte ver­wirk­licht, unter ande­rem in den Bereichen Musik, Theater und Kunst. Mehrere Jahre lang war er für das Schwedische Filminstitut sowie das Kulturamt der Stadt Malmö tätig, bevor er 2009 beim BUFF-Filmfestival lan­de­te, wo er inzwi­schen Programmleiter ist. Außerdem gestal­tet Daniel das Programm für das Nordisk Panorama Film Festival und ist Einkäufer für den Filmverleih TUFF.

Jury Wettbewerb »Youngsters«

Amelia Hjertholm | Quelle: DFF

Amelia Hjertholm (19, Norwegen)

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Amelia stu­diert in Kristiansand. Sie liest viel, geht ger­ne wan­dern – und natür­lich auch ins Kino. Filme bedeu­ten für sie Gemeinschaft: Sie sor­gen für Gesprächsstoff, sind ein gemein­sa­mes Erlebnis und bie­ten die Chance, die Welt aus einer ande­ren Perspektive zu sehen. Besonders schätzt Amelia Werke, die kom­ple­xe Themen mit Sensibilität erzäh­len. Geprägt hat sie der jähr­li­che HERR DER RINGE-Marathon mit ihrem Vater.

Iulia Radu | Quelle: DFF

Iulia Radu (18, Rumänien)

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Für Iulia ist ein Film ein Gespräch zwi­schen den Menschen vor und hin­ter der Kamera. Auch sie ist ein HERR DER RINGE-Fan, ihr Lieblingszitat ist aus DIE ZWEI TÜRME: „And when the suns­hi­nes it will shi­ne out the clea­rer.“ Außerdem ist Iulia Mitglied eines Filmclubs und dreht selbst Kurzfilme. Einer davon lief bereits beim euro­päi­schen Filmbildungsprojekt CCAJ in Paris. Als Nächstes soll sie der Weg an eine Filmhochschule führen.

Matei Tartan | Quelle: DFF

Martei Tartan (19, Rumänien)

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Durch Filme kann Matei Neues ent­de­cken und sich in ande­re Welten hin­ein­ver­set­zen. Einer sei­ner Lieblingsfilme ist daher Stanley Kubricks 2001: ODYSSEE IM WELTRAUM. Ihm gefal­len Science-Fiction-Filme und psy­cho­lo­gi­sche Thriller, beson­ders die mit einer mar­kan­ten Ästhetik. Außerdem liest er und schreibt selbst Kurzgeschichten und Poesie. Gerne wür­de er Pier Paolo Pasolini treffen.

Pernille Magnus | Quelle: DFF

Pernille Magnus (18, Norwegen)

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Pernille liebt Filme, die einen alles um sich her­um ver­ges­sen las­sen und Empathie wecken. Die HARRY POTTER Reihe und Steven Spielbergs THE FABELMANS gehö­ren des­halb zu ihren Favoriten. Nach dem Kinobesuch kann sie noch lan­ge über das Gesehene dis­ku­tie­ren. Oft ent­wi­ckelt Pernille auch eige­ne Ideen, aus denen Kurzfilme ent­ste­hen. Sie wür­de inter­es­sie­ren, wie Filmschaffende es schaf­fen, ihr Publikum so rich­tig mitzunehmen.

Sonja Seitz | Quelle: DFF

Sonja Seitz (18, Deutschland)

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Sonjas aktu­el­ler Lieblingsfilm ist Alfred Hitchcocks VERTIGO. Filme liebt sie schon seit ihrer Kindheit, da sie unter­schied­li­che Kunstformen ver­ei­nen und einem ande­re Orte, Personen und Geschichten näher­brin­gen kön­nen. Besonders schätzt sie Filme, die sie her­aus­for­dern und trotz­dem Spaß machen. Ein beson­de­rer Filmemacher ist für sie David Lynch, des­sen Darstellungen des Seltsamen und Skurrilen sie beson­ders faszinieren.

Victor Bott | Quelle: DFF

Victor Bott (18, Deutschland)

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In sei­ner Freizeit zeich­net Victor und spielt Dungeons & Dragons. Filme hel­fen ihm, sei­ne Gedanken und Sorgen zu ver­ges­sen, dar­über hin­aus zei­gen sie ihm ande­re Perspektiven und Vorbilder. Über die neu­es­ten Filme infor­miert er sich mit YouTube-Rezensionen und Kritiken. Im Kino begeis­tert ihn vor allem das gemein­sa­me Erlebnis – umso mehr freut er sich dar­auf, wäh­rend der Festivalwoche gleich­alt­ri­ge Filmbegeisterte kennenzulernen.

ECFA-Jury

Die Jury der European Children‘s Film Association (ECFA) besteht aus euro­päi­schen Expert*innen der Kinder- und Jugendfilmszene. In die­sem Jahr ver­gibt Elisabeth Wenk (Jury Wettbewerb »Kids«) gemein­sam mit Simone Fratini und Jaroslava Hynštová (bei­de Jury Wettbewerb »Teens«) den ECFA-Award an ihren euro­päi­schen Kinderfilmfavoriten. Der Preis qua­li­fi­ziert die Filme für den jähr­li­chen Wettbewerb um den Preis für den „Best European Children’s Film of the Year“, der wäh­rend der Internationalen Filmfestspiele Berlin ver­lie­hen wird.

Elisabeth Wenk ©Alem Kolbus | Quelle: DFF

Elisabeth Wenk (Deutschland)
Festivalleiterin und Kulturwissenschaftlerin

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Elisabeth Wenk ist Geschäftsführerin der Deutschen Kindermedienstiftung Goldener Spatz, für die sie seit 2019 tätig ist, und Leiterin des gleich­na­mi­gen Festivals. Studiert hat sie in Jena und Leipzig. Als lei­den­schaft­li­che Filmliebhaberin setzt sie sich für qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge audio­vi­su­el­le Medien für jun­ge Zielgruppen ein. Ihr Schwerpunkt liegt dar­auf, Kindern und Jugendlichen einen viel­fäl­ti­gen und rele­van­ten Medienzugang zu ermöglichen.

Simone Fratini | Quelle: DFF

Simone Fratini (Italien)
Filmvermittler

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Nach sei­nem Studium der Erziehungswissenschaften und Filmwissenschaft in Bologna war Simone Fratini zunächst Mitglied des künst­le­ri­schen Teams des Biografilm-Festivals. Seit 2011 ist er im Bereich Filmvermittlung bei der Cineteca di Bologna tätig, wo er neue Projekte ent­wi­ckelt, Fortbildungen für Lehrkräfte durch­führt und euro­päi­sche Projekte betreut. Seit 2021 ist er vom ita­lie­ni­schen Kulturministerium aner­kann­ter Filmdozent für Schulen.

Jaroslava Hynštová | Quelle: DFF

Jaroslava Hynštová (Tschechien)
Programmgestalterin und Festivalmacherin

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Seit 2005 ist Jaroslava Hynštová als Filmprogrammiererin beim Zlín Film Festival tätig. Sie stu­dier­te Filmwissenschaft und Anglistik an der Palacký-Universität in Olmütz. In ihrer Heimatstadt Luhačovice ist sie Drehbuchautorin und Leiterin einer Amateurtheatergruppe. Außerdem war Jaroslava Regionalkorrespondentin der größ­ten tsche­chi­schen Zeitung und Mitglied in Jurys für Filmfestivals auf der gan­zen Welt.

Cinema Without Borders

„Cinema Without Borders“ ist ein inter­na­tio­na­les Netzwerk aus Akteur*innen der Filmbranche, das sich für die Themen Diversität, Inklusion und sozia­le Gerechtigkeit im Film ein­setzt. „Cinema Without Borders“ ver­gibt jähr­lich auf aus­ge­wähl­ten Filmfestivals den „Bridging the Borders Award“. Der Preis wür­digt Filme, die Menschen über geo­gra­fi­sche, reli­giö­se, eth­ni­sche, kul­tu­rel­le und öko­no­mi­sche Grenzen hin­weg näher­brin­gen und Fragen der sozia­len Gerechtigkeit behandeln.

Keely Badger

Susan Morgan Cooper

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Susan Morgan Cooper ist Regisseurin, Produzentin und Autorin und seit mehr als drei Jahrzehnten in der Filmbranche tätig. Ihr Schwerpunkt liegt auf Dokumentarfilmen, in denen sie per­sön­li­che Geschichten mit gesell­schaft­lich rele­van­ten Themen ver­bin­det. Zu ihren bekann­tes­ten Arbeiten zählt TO THE MOON AND BACK (2016). Darüber hin­aus rea­li­sier­te sie nar­ra­ti­ve Kurz- und Langfilme und ver­bin­det in ihrer Arbeit doku­men­ta­ri­sches Erzählen mit einem star­ken Gespür für ihre Protagonist*innen.

Chale Nafus

Chale Nafus

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Chale Nafus wur­de in Dallas gebo­ren, besuch­te öffent­li­che Schulen, ver­brach­te die Sommer auf der Ranch sei­ner Schwester in Comanche County in den 1950er Jahren, lern­te Spanisch von Mitschülern und träum­te davon, Dallas zu ver­las­sen. Nach dem Besuch der University of Texas in Arlington, der Universidad Autónoma de México und der UT Austin begann er eine lan­ge Lehrtätigkeit an ver­schie­de­nen Colleges. Als er 1998 in den Ruhestand ging, ver­brach­te er vier Jahre mit Reisen und Schreiben, bevor er bei der Austin Film Society als Programmdirektor tätig wur­de. Jetzt ist er völ­lig im Ruhestand und freut sich, in den Vorständen der Austin Film Society und des OUTsider Fest sowie in den Beratungsausschüssen von IndieMeme und Cine Las Americas zu arbeiten.

Rodrigo Garcia | Quelle: DFF

Vladek Juszkiewicz

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Vladek Juszkiewicz wur­de in Glogów, Polen, gebo­ren und stu­dier­te Ingenieurwesen an der Technischen Universität Szczecin. Nach einer Tätigkeit als Manager der pol­ni­schen Sängerin Maryla Rodowicz zog er in die USA, wo er an elf Filmen mit Paul Leder arbei­te­te. 1999 grün­de­te er das Polish Film Festival Los Angeles, des­sen Direktor er bis 2019 war. Heute ist er als Programmleiter des Festivals tätig. Für sein Engagement zur Förderung der pol­ni­schen Kultur wur­de er unter ande­rem mit dem Kavaliers- und Offizierskreuz sowie der Gloria Artis ausgezeichnet.

Shirin Sohani | Quelle: DFF

Nellie Tehrani-Ryce

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Nellie Tehrani-Ryce ist Redakteurin, Festivalreporterin und Expertin für die Animationsbranche und ver­fügt über mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung in Film und Animation. Als Associate Editor von Cinema Without Borders berich­tet sie über inter­na­tio­na­le Filmfestivals, führt Interviews mit Filmschaffenden und ent­wi­ckelt die redak­tio­nel­len Inhalte der Publikation mit. Zudem ist sie als Programmdirektorin des International Animation Day in Los Angeles tätig, wo sie Programme kura­tiert und Nachwuchstalente för­dert. Zuvor hat­te sie lei­ten­de Positionen bei Paramount Animation, Psyop, Technicolor und Animation Magazine inne.

Abbas Yari I Quelle: DFF

Abbas Yari

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Abbas Yari ist ein ira­ni­scher Journalist und Filmkritiker, gebo­ren in Arak. 1975 schloss er die School of Television and Cinema ab. Yari begann sei­ne jour­na­lis­ti­sche Laufbahn bei Sobh e Emrouz, Tehran Mosavvar und Kayhan, bevor er das Film-Magazin mit­be­grün­de­te, das er bis 2021 lei­te­te. Derzeit ist Yari Chefredakteur von Cinemaye Bedoon Marz, einer neu­en ira­ni­schen Online-Filmplattform. Außerdem war er an der Gründung des ira­ni­schen Filmmuseums in Teheran und der Stiftung für Filmkritiker und Autoren über ira­ni­sches Kino betei­ligt und orga­ni­siert kul­tu­rel­le Veranstaltungen in Arak. 

LUCAS Trennung

Filmgäste

Auch für sei­ne 49. Ausgabe begrüßt LUCAS zahl­rei­che Filmgäste vor Ort in den Festivalkinos oder in einem Online-Gespräch. Alle Filmvorstellungen wer­den von Filmvermittler*innen begleitet.

An die­ser Stelle wer­den die Filmgäste von LUCAS #49 nach und nach bekanntgegeben.

LUCAS Trennung

Grußworte

Julia Fleißig ©Oliver Leicht | Quelle: DFF
Julia Fleißig ©Oliver Leicht | Quelle: DFF

Julia Fleißig,
Festivalleiterin

AUF INS KINO!

Geschafft! LUCAS #49 an den Start zu brin­gen, war eine beson­de­re Herausforderung. Sie ist bis hier­hin gelun­gen – wir konn­ten einen hoch­ka­rä­ti­gen, sehr inter­na­tio­na­len Wettbewerb mit zahl­rei­chen Deutschlandpremieren zusam­men­stel­len. Jetzt soll das Festivalprogramm mög­lichst vie­le jun­ge Menschen errei­chen, des­halb wird LUCAS erst­mals in sechs Kinos in vier Städten Station machen – wir freu­en uns rie­sig, dass wir die­ses Jahr auch das KINOPOLIS Bad Homburg bespie­len dürfen.

Dem Kraftakt in Zeiten schwin­den­der finan­zi­el­ler Mittel haben wir für die­se Edition ein zar­tes Motiv ent­ge­gen­ge­setzt: Seifenblasen. Mit ihren schil­lern­den Farben ste­hen sie für die Schönheit des Augenblicks, für Unbeschwertheit, Freude, Spiel und die Magie der Kindheit. Sie sind aber auch ein Bild für die Flüchtigkeit von Dingen, für geplatz­te Träume und Vergänglichkeit. Die »Young European Cinephiles«, kurz YECs, haben sich einem ähn­lich fra­gi­len und zer­brech­li­chen Gebilde ange­nom­men: der Gerechtigkeit. Sie ist eine Tugend, immer aus­ge­rich­tet auf das sozia­le Miteinander. Sie bedeu­tet die Verteilung glei­chen Anteils und muss ste­tig neu ver­han­delt, bestä­tigt und gelebt wer­den. Über ihre Perspektiven auf das Thema haben sich die YECs aus­ge­tauscht und ihre eige­ne Filmreihe kura­tiert. Sie prä­sen­tie­ren unter ande­rem den Eröffnungsfilm THE SWALLOWS OF KABUL.

Allen Fördernden – den lang­jäh­ri­gen wie neu gewon­ne­nen – allen freund­schaft­lich wie part­ner­schaft­lich ver­bun­de­nen Menschen, die an unse­rer Seite Filmkultur für jun­ges Publikum leben­dig hal­ten, möch­te ich von Herzen dan­ken – nicht zuletzt dem gran­dio­sen LUCAS-Team.

Die Festivalwoche ist reich an Highlights in den Wettbewerben und außer­halb, ich wün­sche groß­ar­ti­ge Kinoerlebnisse!

»Und … Action!«

Timon Gremmels ©Salome Roessler | Quelle: DFF
Timon Gremmels ©Salome Roessler / lensandlight

3 Fragen an …
Timon Gremmels,
Hessischer Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur

Sie beton­ten zuletzt, dass dort, wo Menschen Kultur erle­ben, Gemeinschaft ent­steht. Was ver­leiht ihr die­se ver­bin­den­de Kraft?
Kultur bringt Menschen zusam­men, weil sie gemein­sa­me Erfahrungen schafft, Neugier weckt und zum Austausch ein­lädt. Wer mit­ein­an­der einen Film sieht, ein Konzert besucht oder eine Ausstellung erlebt, kommt ins Gespräch – auch über unter­schied­li­che Sichtweisen und Lebensrealitäten. Gerade die­se Begegnungen stär­ken den gesell­schaft­li­chen Zusammenhalt und sind eine wich­ti­ge Grundlage für eine leben­di­ge Demokratie.

Wie gelingt es LUCAS, jun­ge Menschen mit­ein­an­der ins Gespräch zu bringen?
Gemeinsame Filmerlebnisse schaf­fen einen Anlass, sich unter­ein­an­der aus­zu­tau­schen, bei­spiels­wei­se über Geschichten, Figuren und Themen, die jun­ge Menschen bewe­gen. Genau dafür bie­tet LUCAS Raum: Das Festival bringt jun­ge Filmfans zusam­men, eröff­net Perspektiven auf unter­schied­li­che Lebenswelten und lädt dazu ein, den eige­nen Blick auf Film und Welt zu erwei­tern. Zudem macht LUCAS in die­sem Jahr auch in Bad Homburg Station. Dadurch erhal­ten noch mehr Kinder, Jugendliche und jun­ge Erwachsene die Möglichkeit, das Festival zu erleben.

LUCAS fei­ert im kom­men­den Jahr sei­ne 50. Ausgabe. Was wün­schen Sie dem Festival für die Zukunft?
Ich wün­sche LUCAS, dass das Festival auch in Zukunft ein Ort bleibt, der Entdeckungen ermög­licht, Denkräume eröff­net und jun­ge Menschen für Film begeis­tert. Dass LUCAS im kom­men­den Jahr sei­ne 50. Ausgabe fei­ert, zeigt, wie nach­hal­tig kul­tu­rel­les Engagement wir­ken kann. Für die nächs­ten Jahrzehnte wün­sche ich dem Festival wei­ter­hin den Mut, neue Wege zu gehen und sei­nem Publikum außer­ge­wöhn­li­che Filmerlebnisse zu schenken.

Mike Josef ©Oliver Tamagnini | Quelle: DFF
Mike Josef ©Oliver Tamagnini | Quelle: DFF

3 Fragen an …
Mike Josef, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main und Schirmherr von LUCAS

 

Warum passt ein inter­na­tio­na­les Festival wie LUCAS so gut nach Frankfurt?
Frankfurt ist eine inter­na­tio­na­le, welt­of­fe­ne Stadt im Herzen Europas. Hier leben Menschen aus rund 180 Nationen zusam­men – wir ver­ste­hen die­se Vielfalt als Stärke. Das Filmfestival LUCAS zeigt inter­na­tio­na­le Filmkunst in all ihrer Vielfalt. Es holt unse­re jun­gen Menschen in ihrer eige­nen Lebenswelt ab und öff­net gleich­zei­tig den Blick für die Lebensrealitäten von Gleichaltrigen aus allen Teilen der Welt. Diese Perspektivwechsel sind ein Appell an uns alle, uns im Alltag die Offenheit und Neugier, mit der Kinder und Jugendliche oft­mals der Welt begeg­nen, zu bewahren.

Was wün­schen Sie sich für jun­ge Menschen, die LUCAS besu­chen – was sol­len sie vom Festival mitnehmen?
Filmeschauen soll vor allem Spaß machen. Manchmal regt es auch zum Nachdenken über sich selbst und die Welt an. Ich wün­sche mir außer­dem, dass das jun­ge Festivalpublikum sich gese­hen, gehört und ernst­ge­nom­men fühlt. Aktive Teilhabe ist eines der Grundprinzipien unse­rer Demokratie. Das kann man nicht früh genug ler­nen. Bei LUCAS kann man mit­ma­chen und den Spaß am selbst Gestalten unse­rer Gesellschaft ent­de­cken. Genau sol­che Angebote gehö­ren zu einer offe­nen und leben­di­gen Stadt, in der sich alle Menschen will­kom­men fühlen.

Welchen Programmpunkt wür­den Sie Familien beson­ders ans Herz legen?
Das all­jähr­li­che Highlight ist für mich der Festivalsonntag, an dem Familien frei­en Eintritt ins Kino und zu den Ausstellungen des DFF haben. Eine schö­ne Gelegenheit für einen Ausflug ins Filmmuseum. Gemeinsam Festivalfilme auf der gro­ßen Leinwand ent­de­cken, in span­nen­den Mitmachaktionen unter­schied­li­che Filmberufe ken­nen­ler­nen und schließ­lich noch den Ausstellungen im DFF einen Besuch abstat­ten – genau die­se Mischung macht den Festivalsonntag für alle zu einem beson­de­ren Erlebnis.

Christine Kopf ©Lys Y. Seng | Quelle: DFF
Christine Kopf ©Lys Y. Seng | Quelle: DFF

3 Fragen an … 
Christine Kopf,
Künstlerische Direktorin des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum 

Was macht LUCAS zu einem wich­ti­gen Teil des DFF?
Zu den zen­tra­len Anliegen des DFF gehört es, Menschen jeden Alters für Filmkunst zu begeis­tern. LUCAS leis­tet dazu einen wich­ti­gen Beitrag, indem es sei­nem jun­gen Publikum auf Augenhöhe begeg­net und Möglichkeiten eröff­net, das Medium für sich zu ent­de­cken. Zwischen dem Festival und der Filmbildungs- sowie der Ausstellungsabteilung gibt es einen pro­duk­ti­ven Austausch – das berei­chert bei­de Seiten. Beispiele, wie das Programm davon pro­fi­tiert, sind das »Minis«-Programm, die »Fokus.Film.Klasse« und »LUCAS für Familien«.

Welcher Film für jun­ges Publikum hat Sie in den ver­gan­ge­nen Jahren beson­ders beein­druckt – und warum?
Immer wie­der beein­druckt bin ich, wel­che Filme das jun­ge Publikum selbst inter­es­sant fin­det, jen­seits einer Marketing-Zielgruppen-Schublade. Dann wer­den plötz­lich auch älte­re oder Filme in Schwarz-Weiß und ohne Dialog aus­ge­wählt. Junges Publikum wie bei LUCAS kura­tie­ren zu las­sen, hilft Älteren, ihre Vorannahmen zu hin­ter­fra­gen. Solche Filme aus dem Festivalprogramm der ver­gan­ge­nen Jahre sind zum Beispiel Charles Lanes SIDEWALK STORIES (US 1989), François Truffauts LES QUATRE CENTS COUPS (FR 1959) oder LA HAINE (FR 1985) von Mathieu Kassovitz.

Mit sei­ner 49. Ausgabe beschließt LUCAS sein ers­tes hal­bes Jahrhundert. Was soll­te das Festival sich unbe­dingt bewahren?
Ich wün­sche mir, dass LUCAS sei­ne Offenheit für viel­fäl­ti­ge Ästhetiken und Perspektiven behält. Dass sich das Festivalteam wei­ter sehr genau fragt, was eine jun­ge Generation gera­de für Filme braucht. Was kann sie stär­ken, in einer nach rechts drif­ten­den Gesellschaft, in einer zuneh­mend gefähr­de­ten Demokratie? Und bit­te erhal­tet Euch die Kraft, den Enthusiasmus und die Resilienz, die es braucht, jedes Jahr unter schwie­ri­gen finan­zi­el­len Bedingungen ein SUPER Festival auf die Beine zu stellen.