LUCAS – Internationales Festival für junge Filmfans
#49 vom 24. September bis 1. Oktober 2026
Licht aus und Film ab bei LUCAS #49: Vom 24. September bis 1. Oktober 2026 präsentiert Deutschlands ältestes Filmfestival für junges Publikum preisverdächtige Filmkunst für alle von drei Jahren bis 18plus. Familien und Filmfans aller Altersgruppen erwarten herausragende Kinoerlebnisse in Frankfurt, Wiesbaden, Offenbach und Bad Homburg.
Herzstück von LUCAS sind die Wettbewerbe in den Sektionen »Kids«, »Teens« und »Youngsters«. Ergänzend zeigt das Festival neben Kurzfilmen für die Allerjüngsten zahlreiche weitere, teils von Kindern und Jugendlichen gestaltete Programme. Während der Festivalwoche liegt ein besonderer Fokus auf den Filmgesprächen, in denen Filmschaffende aus aller Welt mit dem Publikum in Dialog treten.
Partizipation heißt bei LUCAS »Mitmischen!«: Als Moderator*innen, Jurymitglieder oder Filmkritiker*innen, als Festivalreporter*innen oder Kurator*innen werden junge Menschen in vielfältiger Hinsicht zum Mitgestalten des Festivalgeschehens eingeladen.
Für Vertreter*innen der Filmbranche finden Paneldiskussionen statt, die sich mit Themen der Filmbildung und aktuellen Tendenzen der Kinder- und Jugendfilmproduktion auseinandersetzen.
LUCAS – Internationales Festival für junge Filmfans wird vom DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum e.V. veranstaltet.

Wettbewerbe und Preise
Wettbewerbe
In den Wettbewerben der Sektionen »Kids«, »Teens« und »Youngsters« präsentiert LUCAS eine Auswahl herausragender internationaler Spiel‑, Dokumentar‑, Animations- und Experimentalfilme. 2026 gehen insgesamt 19 Langfilmbeiträge sowie 21 Kurzfilmbeiträge ins Rennen um die begehrten LUCAS-Preise.
Die Langfilme haben eine Spieldauer von mehr als 59 Minuten und sind noch nicht in deutschen Kinos angelaufen. Eine Auswahlkommission ist auf Festivals und Branchentreffen unterwegs, um aus den stärksten aktuellen Produktionen weltweit Wettbewerbsbeiträge für die Sektionen »Kids«, »Teens« und »Youngsters« zu wählen. Nicht Premierenstatus, sondern einzig Qualität entscheidet!
Mit seinem Kurzfilmwettbewerb hat sich LUCAS in den vergangenen Jahren ein besonderes Renommee erworben. Aus den besten internationalen Einreichungen bis 30 Minuten Spieldauer stellt eine Auswahlkommission mehrere Wettbewerbsprogramme für die Sektionen »Kids« und »Teens« zusammen, viele davon Deutschlandpremieren.
Preise
Wettbewerb »Kids«
- Preis für den besten Langfilm (5.000 €) gestiftet von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen
- Preis für den besten Kurzfilm (2.000 €) gestiftet von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen
Wettbewerb »Teens«
- Preis für den besten Langfilm (5.000 €)
- Preis für den besten Kurzfilm (2.000 €)
- Preis für eine außergewöhnliche cineastische Leistung (2.000 €) gestiftet vom Patrons Circle des DFF
Wettbewerb »Youngsters«
- LUCAS »Youngsters« Award (5.000 €)
Alle Wettbewerbssektionen
- ECFA-Award
- Bridging the Borders Award
- Publikumspreis

Filmeinreichung
Kurzfilme für die Wettbewerbe »Kids« und »Teens«
LUCAS akzeptiert Einreichungen für Kurzfilme mit einer maximalen Länge von 30 Minuten. Der eingereichte Beitrag sollte möglichst seine Deutschlandpremiere bei LUCAS feiern.
Die Einreichung erfolgt über FilmFreeway. Bitte lesen Sie die dort angegebenen Teilnahmebedingungen für Kurzfilme sowie die Formulare für die Einreichung sorgfältig durch.
Langfilme für die Wettbewerbe »Kids«, »Teens« und »Youngsters«
In seinen internationalen Langfilmwettbewerben »Kids«, »Teens« und »Youngsters« präsentiert LUCAS herausragendes, professionelles Filmschaffen, das von einer Auswahlkommission gescoutet und kuratiert wird.
Langfilme mit einer Länge von mindestens 60 Minuten können nur auf Anfrage eingereicht werden. Initiativbewerbungen werden nur in Ausnahmefällen akzeptiert.
Die Filme dürfen noch keinen deutschen Kinostart gehabt haben, können jedoch bereits vereinzelt auf Festivals in Deutschland gezeigt worden sein.

Auswahlkommission 2026
Um LUCAS noch besser zu vernetzen und um den lebhaften Austausch über das Programm zu verstärken, hat das Festival jeweils eine Auswahlkommission für Lang- und für Kurzfilme berufen, die die Filme sichtet und für die Wettbewerbe »Kids«, »Teens« und »Youngsters« auswählt. Neben Julia Fleißig, der Festivalleiterin von LUCAS, setzen sich die Kommissionen aus fünf weiteren ausgewiesenen Filmexpert*innen zusammen.
Kirsten Taylor
Redakteurin, Filmvermittlerin und Autorin
Kirsten Taylor ist Redakteurin beim Filmbildungsportal kinofenster.de und freie Filmvermittlerin, unter anderem für das Projekt „Filmklassiker sehen – Filme verstehen“, das von der Deutschen Filmakademie initiiert wurde, sowie für die SchulKinoWochen. Daneben schreibt sie Filmkritiken und erstellt Filmgutachten. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt im Bereich Kinder- und Jugendfilm.
Stefan Stiletto
Filmpädagoge und Filmjournalist
Stefan Stiletto ist selbstständiger Filmpädagoge, Filmjournalist und Redakteur. Er konzipiert und erstellt filmpädagogische Begleitmaterialien, schreibt unter anderem für den Filmdienst, die Kinderfilmwelt, das Kinder- und Jugend-Filmportal und Kinofenster.de und leitet Fortbildungen für Multiplikator*innen sowie Workshops für Kinder und Jugendliche zu Filmbildungsthemen aller Art.
Rochus Wolff
Filmkritiker, Autor und Dozent
Rochus Wolff ist freier Filmkritiker und Autor; er publiziert u.a. bei Kino-Zeit, in Filmdienst, Kinderfilmwelt, auf dem Kinder- und Jugendfilmportal sowie in seinem Blog kinderfilmblog.de. Mit „33 beste Kinderfilme“ und „100 Kinderfilme für alle Tage“ hat er bereits zwei Bücher über Kinderfilme veröffentlicht. Er gibt darüber hinaus Workshops zu Kinderfilmen und zu Filmkritik.

Jurys
Die Jurys der Wettbewerbe »Kids« und »Teens« sind paritätisch mit jungen Filmfans und Branchenprofis besetzt. Sie entscheiden über die Vergabe von fünf LUCAS-Preisen in den Wettbewerbssektionen »Kids« und »Teens«. Eine Jury junger, europäischer Filmenthusiast*innen zeichnet einen Film der Sektion »Youngsters« mit dem LUCAS »Youngsters« Award aus.
Eine Jury der ECFA vergibt an ihren europäischen Kinderfilmfavoriten den ECFA Award, seit 2018 verleiht Cinema Without Borders einen Preis an einen Wettbewerbsfilm und über den Publikumspreis entscheiden die Festivalbesucher*innen.
Jury Wettbewerb »Kids«
Burak Yilmaz (10)
Otto-Hahn-Schule, Hanau
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Burak geht am liebsten mit seiner Familie ins Kino, und das macht er zweimal im Monat. Der letzte Film, der ihn dabei so richtig begeistert hat, ist MICHAEL, Antoine Fuquas Biopic über den King of Pop. Er findet, ein guter Film sollte es einem ermöglichen, sich in die Hauptfigur hineinzuversetzen, und viele unvorhersehbare Wendungen haben. Dafür nimmt er auch in Kauf, dass es nicht immer ein Happy End geben kann. Er freut sich darauf, bei LUCAS erste Jury-Erfahrungen zu sammeln.
Laura Vasiljkic-Filler (12)
Heinrich-von-Gagern-Gymansium, Frankfurt
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Laura tanzt im Verein, spielt Padel, liest leidenschaftlich und überrascht Familie und Freundinnen gern mit Selbstgebackenem. Als großer DIE TRIBUTE VON PANEM-Fan hat sie besonders die Verfilmung von THE BALLAD OF SONGBIRDS AND SNAKES begeistert, die ihre Erwartungen nach dem Buch komplett erfüllen konnte. Nach dem Abspann wird bei ihr weiterdiskutiert. Die bekennende Optimistin wünscht sich mehr Filme über Freundschaften, die auch ohne Streit und Rivalitäten spannend bleiben.
Mica Clara Rühle (11)
Musterschule, Frankfurt
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Mica liebt Filme und Serien mit schwarzem Humor – je schräger, desto besser! Als Japan- und Anime-Enthusiastin versucht sie sich auch selbst am Zeichnen, auch wenn es aus ihrer Sicht nicht immer klappt. Neben einer mitreißenden Geschichte achtet Mica bei einem Film besonders auf gute Bild- und Tonqualität. Zuhause dreht und schneidet sie eigene Filme über ihren Hund. Als Schauspielerin irgendwann vor der Kamera stehen? Das wäre ihr Traum!
Sigrid Klausmann (Deutschland)
Filmemacherin
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Bevor sie mit ihrem Ehemann Walter Sittler die Produktionsfirma Schneegans Productions gründete, arbeitete Sigrid Klausmann als Sport- und Tanzlehrerin. Seit 2003 ist sie als Dokumentarfilmemacherin tätig, wobei sie vorwiegend die Themen von Heranwachsenden in den Fokus nimmt. Dieses Interesse führt sie auf ihre eigene Kindheit in einer Großfamilie zurück. Mit ihrem neuesten Film GIRLS DON’T CRY, der 2025 den Bridging the Borders Award bei LUCAS erhielt, beendet Sigrid ihre Karriere als Regisseurin.
Matthias Wallraven (Deutschland)
Filmvermittler und Filmemacher
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Nach seinem Studium der Ethnologie, Politik- und Kommunikationswissenschaften in Berlin zog es Matthias Wallraven zunächst nach Marseille, wo er Deutsch unterrichtete und Kurzfilmprojekte mit Kindern und Jugendlichen realisierte. Nach seiner Rückkehr folgten einige Dokumentar- und Kurzfilmprojekte, bevor Matthias sich ganz der Arbeit beim CITY 46 / Kommunalkino Bremen e.V. verschrieb. Dort leitet er unter anderem die SchulKinoWoche Bremen sowie das Bremer Kinder- und Jugendfilmfest KIJUKO.
Elisabeth Wenk (Deutschland)
Festivalleiterin und Kulturwissenschaftlerin
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Elisabeth Wenk ist Geschäftsführerin der Deutschen Kindermedienstiftung Goldener Spatz, für die sie seit 2019 tätig ist, und Leiterin des gleichnamigen Festivals. Studiert hat sie in Jena und Leipzig. Als leidenschaftliche Filmliebhaberin setzt sie sich für qualitativ hochwertige audiovisuelle Medien für junge Zielgruppen ein. Ihr Schwerpunkt liegt darauf, Kindern und Jugendlichen einen vielfältigen und relevanten Medienzugang zu ermöglichen.
Jury Wettbewerb »Teens«
Anna Diefenbach (16)
Taunusschule, Bad Camberg
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Anna tanzt Ballett, Contemporary und Modern Dance. Auch sonst ist sie sehr aktiv, beispielsweise wenn sie fotografiert oder sich mit ihrer Clique trifft. Im Kino kann sie sich vollkommen auf einen Film einlassen – besonders wenn er sich gesellschaftskritischen Themen widmet und Raum für komplexe Frauenfiguren schafft, wie DIE FABELHAFTE WELT DER AMÉLIE. Ein guter Film kann sie zugleich zum Lachen, zum Grübeln und zum Weinen bringen.
Eneas Arnegger (14)
Gutenbergschule, Wiesbaden
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Eneas hat viele Hobbys: Karate, Tennis, Klavier, Yoga, Lesen, Tanzen und Singen. Seine Filmpräferenzen sind mindestens genauso vielfältig. Ob Tierdokus, Fantasy oder Komödien, er ist für alles offen. Weil seine Eltern in der Filmbranche arbeiten, gehören gute Filme bei ihm zum Familienprogramm. Sein Favorit bleibt aber John Landis‘ BLUES BROTHERS, den er immer wieder ansehen kann. Später möchte er selbst Regie führen oder schauspielern.
Kiana Jafari (15)
Wöhlerschule, Frankfurt
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Kiana spielt Geige, Klavier und malt gerne. Einen Film zu schauen bedeutet für sie, in eine andere Welt ein- und danach mit einer neuen Perspektive wieder aufzutauchen. Der Animationsfilm SOUL erinnert sie zum Beispiel daran, worauf es im Leben wirklich ankommt, und in BARBIE hat sie die feministische Botschaft begeistert. Ihre Lieblingsfilme bleiben aber RomComs aus den 2000ern. Sie träumt davon, selbst einmal vor der Kamera zu stehen.
Jaroslava Hynštová (Tschechien)
Programmgestalterin und Festivalmacherin
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Seit 2005 ist Jaroslava Hynštová als Filmprogrammiererin beim Zlín Film Festival tätig. Sie studierte Filmwissenschaft und Anglistik an der Palacký-Universität in Olmütz. In ihrer Heimatstadt Luhačovice ist sie Drehbuchautorin und Leiterin einer Amateurtheatergruppe. Außerdem war Jaroslava Regionalkorrespondentin der größten tschechischen Zeitung und Mitglied in Jurys für Filmfestivals auf der ganzen Welt.
Simone Fratini (Italien)
Filmvermittler
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Nach seinem Studium der Erziehungswissenschaften und Filmwissenschaft in Bologna war Simone Fratini zunächst Mitglied des künstlerischen Teams des Biografilm-Festivals. Seit 2011 ist er im Bereich Filmvermittlung bei der Cineteca di Bologna tätig, wo er neue Projekte entwickelt, Fortbildungen für Lehrkräfte durchführt und europäische Projekte betreut. Seit 2021 ist er vom italienischen Kulturministerium anerkannter Filmdozent für Schulen.
Daniel Lundquist (Schweden)
Programmgestalter und Festivalmacher
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Daniel Lundquist hat bereits ganz unterschiedliche Projekte verwirklicht, unter anderem in den Bereichen Musik, Theater und Kunst. Mehrere Jahre lang war er für das Schwedische Filminstitut sowie das Kulturamt der Stadt Malmö tätig, bevor er 2009 beim BUFF-Filmfestival landete, wo er inzwischen Programmleiter ist. Außerdem gestaltet Daniel das Programm für das Nordisk Panorama Film Festival und ist Einkäufer für den Filmverleih TUFF.
Jury Wettbewerb »Youngsters«
Amelia Hjertholm (19, Norwegen)
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Amelia studiert in Kristiansand. Sie liest viel, geht gerne wandern – und natürlich auch ins Kino. Filme bedeuten für sie Gemeinschaft: Sie sorgen für Gesprächsstoff, sind ein gemeinsames Erlebnis und bieten die Chance, die Welt aus einer anderen Perspektive zu sehen. Besonders schätzt Amelia Werke, die komplexe Themen mit Sensibilität erzählen. Geprägt hat sie der jährliche HERR DER RINGE-Marathon mit ihrem Vater.
Iulia Radu (18, Rumänien)
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Für Iulia ist ein Film ein Gespräch zwischen den Menschen vor und hinter der Kamera. Auch sie ist ein HERR DER RINGE-Fan, ihr Lieblingszitat ist aus DIE ZWEI TÜRME: „And when the sunshines it will shine out the clearer.“ Außerdem ist Iulia Mitglied eines Filmclubs und dreht selbst Kurzfilme. Einer davon lief bereits beim europäischen Filmbildungsprojekt CCAJ in Paris. Als Nächstes soll sie der Weg an eine Filmhochschule führen.
Martei Tartan (19, Rumänien)
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Durch Filme kann Matei Neues entdecken und sich in andere Welten hineinversetzen. Einer seiner Lieblingsfilme ist daher Stanley Kubricks 2001: ODYSSEE IM WELTRAUM. Ihm gefallen Science-Fiction-Filme und psychologische Thriller, besonders die mit einer markanten Ästhetik. Außerdem liest er und schreibt selbst Kurzgeschichten und Poesie. Gerne würde er Pier Paolo Pasolini treffen.
Pernille Magnus (18, Norwegen)
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Pernille liebt Filme, die einen alles um sich herum vergessen lassen und Empathie wecken. Die HARRY POTTER Reihe und Steven Spielbergs THE FABELMANS gehören deshalb zu ihren Favoriten. Nach dem Kinobesuch kann sie noch lange über das Gesehene diskutieren. Oft entwickelt Pernille auch eigene Ideen, aus denen Kurzfilme entstehen. Sie würde interessieren, wie Filmschaffende es schaffen, ihr Publikum so richtig mitzunehmen.
Sonja Seitz (18, Deutschland)
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Sonjas aktueller Lieblingsfilm ist Alfred Hitchcocks VERTIGO. Filme liebt sie schon seit ihrer Kindheit, da sie unterschiedliche Kunstformen vereinen und einem andere Orte, Personen und Geschichten näherbringen können. Besonders schätzt sie Filme, die sie herausfordern und trotzdem Spaß machen. Ein besonderer Filmemacher ist für sie David Lynch, dessen Darstellungen des Seltsamen und Skurrilen sie besonders faszinieren.
Victor Bott (18, Deutschland)
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In seiner Freizeit zeichnet Victor und spielt Dungeons & Dragons. Filme helfen ihm, seine Gedanken und Sorgen zu vergessen, darüber hinaus zeigen sie ihm andere Perspektiven und Vorbilder. Über die neuesten Filme informiert er sich mit YouTube-Rezensionen und Kritiken. Im Kino begeistert ihn vor allem das gemeinsame Erlebnis – umso mehr freut er sich darauf, während der Festivalwoche gleichaltrige Filmbegeisterte kennenzulernen.
ECFA-Jury
Die Jury der European Children‘s Film Association (ECFA) besteht aus europäischen Expert*innen der Kinder- und Jugendfilmszene. In diesem Jahr vergibt Elisabeth Wenk (Jury Wettbewerb »Kids«) gemeinsam mit Simone Fratini und Jaroslava Hynštová (beide Jury Wettbewerb »Teens«) den ECFA-Award an ihren europäischen Kinderfilmfavoriten. Der Preis qualifiziert die Filme für den jährlichen Wettbewerb um den Preis für den „Best European Children’s Film of the Year“, der während der Internationalen Filmfestspiele Berlin verliehen wird.
Elisabeth Wenk (Deutschland)
Festivalleiterin und Kulturwissenschaftlerin
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Elisabeth Wenk ist Geschäftsführerin der Deutschen Kindermedienstiftung Goldener Spatz, für die sie seit 2019 tätig ist, und Leiterin des gleichnamigen Festivals. Studiert hat sie in Jena und Leipzig. Als leidenschaftliche Filmliebhaberin setzt sie sich für qualitativ hochwertige audiovisuelle Medien für junge Zielgruppen ein. Ihr Schwerpunkt liegt darauf, Kindern und Jugendlichen einen vielfältigen und relevanten Medienzugang zu ermöglichen.
Simone Fratini (Italien)
Filmvermittler
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Nach seinem Studium der Erziehungswissenschaften und Filmwissenschaft in Bologna war Simone Fratini zunächst Mitglied des künstlerischen Teams des Biografilm-Festivals. Seit 2011 ist er im Bereich Filmvermittlung bei der Cineteca di Bologna tätig, wo er neue Projekte entwickelt, Fortbildungen für Lehrkräfte durchführt und europäische Projekte betreut. Seit 2021 ist er vom italienischen Kulturministerium anerkannter Filmdozent für Schulen.
Jaroslava Hynštová (Tschechien)
Programmgestalterin und Festivalmacherin
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Seit 2005 ist Jaroslava Hynštová als Filmprogrammiererin beim Zlín Film Festival tätig. Sie studierte Filmwissenschaft und Anglistik an der Palacký-Universität in Olmütz. In ihrer Heimatstadt Luhačovice ist sie Drehbuchautorin und Leiterin einer Amateurtheatergruppe. Außerdem war Jaroslava Regionalkorrespondentin der größten tschechischen Zeitung und Mitglied in Jurys für Filmfestivals auf der ganzen Welt.
Cinema Without Borders
„Cinema Without Borders“ ist ein internationales Netzwerk aus Akteur*innen der Filmbranche, das sich für die Themen Diversität, Inklusion und soziale Gerechtigkeit im Film einsetzt. „Cinema Without Borders“ vergibt jährlich auf ausgewählten Filmfestivals den „Bridging the Borders Award“. Der Preis würdigt Filme, die Menschen über geografische, religiöse, ethnische, kulturelle und ökonomische Grenzen hinweg näherbringen und Fragen der sozialen Gerechtigkeit behandeln.
Susan Morgan Cooper
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Susan Morgan Cooper ist Regisseurin, Produzentin und Autorin und seit mehr als drei Jahrzehnten in der Filmbranche tätig. Ihr Schwerpunkt liegt auf Dokumentarfilmen, in denen sie persönliche Geschichten mit gesellschaftlich relevanten Themen verbindet. Zu ihren bekanntesten Arbeiten zählt TO THE MOON AND BACK (2016). Darüber hinaus realisierte sie narrative Kurz- und Langfilme und verbindet in ihrer Arbeit dokumentarisches Erzählen mit einem starken Gespür für ihre Protagonist*innen.
Chale Nafus
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Chale Nafus wurde in Dallas geboren, besuchte öffentliche Schulen, verbrachte die Sommer auf der Ranch seiner Schwester in Comanche County in den 1950er Jahren, lernte Spanisch von Mitschülern und träumte davon, Dallas zu verlassen. Nach dem Besuch der University of Texas in Arlington, der Universidad Autónoma de México und der UT Austin begann er eine lange Lehrtätigkeit an verschiedenen Colleges. Als er 1998 in den Ruhestand ging, verbrachte er vier Jahre mit Reisen und Schreiben, bevor er bei der Austin Film Society als Programmdirektor tätig wurde. Jetzt ist er völlig im Ruhestand und freut sich, in den Vorständen der Austin Film Society und des OUTsider Fest sowie in den Beratungsausschüssen von IndieMeme und Cine Las Americas zu arbeiten.
Vladek Juszkiewicz
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Vladek Juszkiewicz wurde in Glogów, Polen, geboren und studierte Ingenieurwesen an der Technischen Universität Szczecin. Nach einer Tätigkeit als Manager der polnischen Sängerin Maryla Rodowicz zog er in die USA, wo er an elf Filmen mit Paul Leder arbeitete. 1999 gründete er das Polish Film Festival Los Angeles, dessen Direktor er bis 2019 war. Heute ist er als Programmleiter des Festivals tätig. Für sein Engagement zur Förderung der polnischen Kultur wurde er unter anderem mit dem Kavaliers- und Offizierskreuz sowie der Gloria Artis ausgezeichnet.
Nellie Tehrani-Ryce
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Nellie Tehrani-Ryce ist Redakteurin, Festivalreporterin und Expertin für die Animationsbranche und verfügt über mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung in Film und Animation. Als Associate Editor von Cinema Without Borders berichtet sie über internationale Filmfestivals, führt Interviews mit Filmschaffenden und entwickelt die redaktionellen Inhalte der Publikation mit. Zudem ist sie als Programmdirektorin des International Animation Day in Los Angeles tätig, wo sie Programme kuratiert und Nachwuchstalente fördert. Zuvor hatte sie leitende Positionen bei Paramount Animation, Psyop, Technicolor und Animation Magazine inne.
Abbas Yari
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Abbas Yari ist ein iranischer Journalist und Filmkritiker, geboren in Arak. 1975 schloss er die School of Television and Cinema ab. Yari begann seine journalistische Laufbahn bei Sobh e Emrouz, Tehran Mosavvar und Kayhan, bevor er das Film-Magazin mitbegründete, das er bis 2021 leitete. Derzeit ist Yari Chefredakteur von Cinemaye Bedoon Marz, einer neuen iranischen Online-Filmplattform. Außerdem war er an der Gründung des iranischen Filmmuseums in Teheran und der Stiftung für Filmkritiker und Autoren über iranisches Kino beteiligt und organisiert kulturelle Veranstaltungen in Arak.

Filmgäste
Auch für seine 49. Ausgabe begrüßt LUCAS zahlreiche Filmgäste vor Ort in den Festivalkinos oder in einem Online-Gespräch. Alle Filmvorstellungen werden von Filmvermittler*innen begleitet.
An dieser Stelle werden die Filmgäste von LUCAS #49 nach und nach bekanntgegeben.

Grußworte

Julia Fleißig,
Festivalleiterin
AUF INS KINO!
Geschafft! LUCAS #49 an den Start zu bringen, war eine besondere Herausforderung. Sie ist bis hierhin gelungen – wir konnten einen hochkarätigen, sehr internationalen Wettbewerb mit zahlreichen Deutschlandpremieren zusammenstellen. Jetzt soll das Festivalprogramm möglichst viele junge Menschen erreichen, deshalb wird LUCAS erstmals in sechs Kinos in vier Städten Station machen – wir freuen uns riesig, dass wir dieses Jahr auch das KINOPOLIS Bad Homburg bespielen dürfen.
Dem Kraftakt in Zeiten schwindender finanzieller Mittel haben wir für diese Edition ein zartes Motiv entgegengesetzt: Seifenblasen. Mit ihren schillernden Farben stehen sie für die Schönheit des Augenblicks, für Unbeschwertheit, Freude, Spiel und die Magie der Kindheit. Sie sind aber auch ein Bild für die Flüchtigkeit von Dingen, für geplatzte Träume und Vergänglichkeit. Die »Young European Cinephiles«, kurz YECs, haben sich einem ähnlich fragilen und zerbrechlichen Gebilde angenommen: der Gerechtigkeit. Sie ist eine Tugend, immer ausgerichtet auf das soziale Miteinander. Sie bedeutet die Verteilung gleichen Anteils und muss stetig neu verhandelt, bestätigt und gelebt werden. Über ihre Perspektiven auf das Thema haben sich die YECs ausgetauscht und ihre eigene Filmreihe kuratiert. Sie präsentieren unter anderem den Eröffnungsfilm THE SWALLOWS OF KABUL.
Allen Fördernden – den langjährigen wie neu gewonnenen – allen freundschaftlich wie partnerschaftlich verbundenen Menschen, die an unserer Seite Filmkultur für junges Publikum lebendig halten, möchte ich von Herzen danken – nicht zuletzt dem grandiosen LUCAS-Team.
Die Festivalwoche ist reich an Highlights in den Wettbewerben und außerhalb, ich wünsche großartige Kinoerlebnisse!
»Und … Action!«

3 Fragen an …
Timon Gremmels,
Hessischer Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur
Sie betonten zuletzt, dass dort, wo Menschen Kultur erleben, Gemeinschaft entsteht. Was verleiht ihr diese verbindende Kraft?
Kultur bringt Menschen zusammen, weil sie gemeinsame Erfahrungen schafft, Neugier weckt und zum Austausch einlädt. Wer miteinander einen Film sieht, ein Konzert besucht oder eine Ausstellung erlebt, kommt ins Gespräch – auch über unterschiedliche Sichtweisen und Lebensrealitäten. Gerade diese Begegnungen stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt und sind eine wichtige Grundlage für eine lebendige Demokratie.
Wie gelingt es LUCAS, junge Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen?
Gemeinsame Filmerlebnisse schaffen einen Anlass, sich untereinander auszutauschen, beispielsweise über Geschichten, Figuren und Themen, die junge Menschen bewegen. Genau dafür bietet LUCAS Raum: Das Festival bringt junge Filmfans zusammen, eröffnet Perspektiven auf unterschiedliche Lebenswelten und lädt dazu ein, den eigenen Blick auf Film und Welt zu erweitern. Zudem macht LUCAS in diesem Jahr auch in Bad Homburg Station. Dadurch erhalten noch mehr Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene die Möglichkeit, das Festival zu erleben.
LUCAS feiert im kommenden Jahr seine 50. Ausgabe. Was wünschen Sie dem Festival für die Zukunft?
Ich wünsche LUCAS, dass das Festival auch in Zukunft ein Ort bleibt, der Entdeckungen ermöglicht, Denkräume eröffnet und junge Menschen für Film begeistert. Dass LUCAS im kommenden Jahr seine 50. Ausgabe feiert, zeigt, wie nachhaltig kulturelles Engagement wirken kann. Für die nächsten Jahrzehnte wünsche ich dem Festival weiterhin den Mut, neue Wege zu gehen und seinem Publikum außergewöhnliche Filmerlebnisse zu schenken.

3 Fragen an …
Mike Josef, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main und Schirmherr von LUCAS
Warum passt ein internationales Festival wie LUCAS so gut nach Frankfurt?
Frankfurt ist eine internationale, weltoffene Stadt im Herzen Europas. Hier leben Menschen aus rund 180 Nationen zusammen – wir verstehen diese Vielfalt als Stärke. Das Filmfestival LUCAS zeigt internationale Filmkunst in all ihrer Vielfalt. Es holt unsere jungen Menschen in ihrer eigenen Lebenswelt ab und öffnet gleichzeitig den Blick für die Lebensrealitäten von Gleichaltrigen aus allen Teilen der Welt. Diese Perspektivwechsel sind ein Appell an uns alle, uns im Alltag die Offenheit und Neugier, mit der Kinder und Jugendliche oftmals der Welt begegnen, zu bewahren.
Was wünschen Sie sich für junge Menschen, die LUCAS besuchen – was sollen sie vom Festival mitnehmen?
Filmeschauen soll vor allem Spaß machen. Manchmal regt es auch zum Nachdenken über sich selbst und die Welt an. Ich wünsche mir außerdem, dass das junge Festivalpublikum sich gesehen, gehört und ernstgenommen fühlt. Aktive Teilhabe ist eines der Grundprinzipien unserer Demokratie. Das kann man nicht früh genug lernen. Bei LUCAS kann man mitmachen und den Spaß am selbst Gestalten unserer Gesellschaft entdecken. Genau solche Angebote gehören zu einer offenen und lebendigen Stadt, in der sich alle Menschen willkommen fühlen.
Welchen Programmpunkt würden Sie Familien besonders ans Herz legen?
Das alljährliche Highlight ist für mich der Festivalsonntag, an dem Familien freien Eintritt ins Kino und zu den Ausstellungen des DFF haben. Eine schöne Gelegenheit für einen Ausflug ins Filmmuseum. Gemeinsam Festivalfilme auf der großen Leinwand entdecken, in spannenden Mitmachaktionen unterschiedliche Filmberufe kennenlernen und schließlich noch den Ausstellungen im DFF einen Besuch abstatten – genau diese Mischung macht den Festivalsonntag für alle zu einem besonderen Erlebnis.

3 Fragen an …
Christine Kopf,
Künstlerische Direktorin des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum
Was macht LUCAS zu einem wichtigen Teil des DFF?
Zu den zentralen Anliegen des DFF gehört es, Menschen jeden Alters für Filmkunst zu begeistern. LUCAS leistet dazu einen wichtigen Beitrag, indem es seinem jungen Publikum auf Augenhöhe begegnet und Möglichkeiten eröffnet, das Medium für sich zu entdecken. Zwischen dem Festival und der Filmbildungs- sowie der Ausstellungsabteilung gibt es einen produktiven Austausch – das bereichert beide Seiten. Beispiele, wie das Programm davon profitiert, sind das »Minis«-Programm, die »Fokus.Film.Klasse« und »LUCAS für Familien«.
Welcher Film für junges Publikum hat Sie in den vergangenen Jahren besonders beeindruckt – und warum?
Immer wieder beeindruckt bin ich, welche Filme das junge Publikum selbst interessant findet, jenseits einer Marketing-Zielgruppen-Schublade. Dann werden plötzlich auch ältere oder Filme in Schwarz-Weiß und ohne Dialog ausgewählt. Junges Publikum wie bei LUCAS kuratieren zu lassen, hilft Älteren, ihre Vorannahmen zu hinterfragen. Solche Filme aus dem Festivalprogramm der vergangenen Jahre sind zum Beispiel Charles Lanes SIDEWALK STORIES (US 1989), François Truffauts LES QUATRE CENTS COUPS (FR 1959) oder LA HAINE (FR 1985) von Mathieu Kassovitz.
Mit seiner 49. Ausgabe beschließt LUCAS sein erstes halbes Jahrhundert. Was sollte das Festival sich unbedingt bewahren?
Ich wünsche mir, dass LUCAS seine Offenheit für vielfältige Ästhetiken und Perspektiven behält. Dass sich das Festivalteam weiter sehr genau fragt, was eine junge Generation gerade für Filme braucht. Was kann sie stärken, in einer nach rechts driftenden Gesellschaft, in einer zunehmend gefährdeten Demokratie? Und bitte erhaltet Euch die Kraft, den Enthusiasmus und die Resilienz, die es braucht, jedes Jahr unter schwierigen finanziellen Bedingungen ein SUPER Festival auf die Beine zu stellen.





























